haus & Garten

Heidenheimer Zeitung, 14.04.2014

Herbrechtinger Blütenzauber, selbst kombiniert

Roter Marienkäfer-Mohn, rote Sommer-Adonisröschen und weißblühender Lein sind im Herbrechtinger Blütenzauber zusammen mit 37 weiteren Blumenarten enthalten. Es sind einjährige Pflanzen, dass heißt im nächsten Jahr muss wieder ausgesät werden. Die Aussaat sollte Ende April bis Juli auf einem unkrautfreien Beet erfolgen, dann könne man sich von Juni bis Oktober an der Blütenpracht erfreuen, so Ricarda Weiß, Inhaberin des Fachgeschäfts Samen Walther. Wichtig war ihr auch die Höhe der Pflanzen, alle 40 Arten wachsen zwischen 60 und 80 Zentimeter hoch.

Im Stadtgarten wird am „Tag des Baumes“ eine v-förmige Fläche in den Stadtfarben rot und weiß eingesät. Doch auch für Privatgarten eigne sich der Herbrechtinger Blütenzauber, denn „er bedarf keiner besonderen Pflege“, so Weiß.

Schon vor etwa drei Jahren entstand die Idee zum „Herbrechtinger Blütenzauber“. Ricarda Weiß und ihr Ehemann wurden bei der Landesgartenschau in Mössingen inspiriert. Dort hatte der Stadtgärtnermeister Dieter Felger anlässlich dieses Ereignisses die Blumensamenmischung Mössinger Sommer zusammengestellt, die seither jährlich neu abgemischt bundesweit Beachtung und Abnehmer findet. Da es immer weniger Wildblumen gebe, seien blühende städtische Grünflächen auch für Bienen wichtig, erklärte Ricarda Weiß ihre weiteren Absichten.

Den „Herbrechtinger Blütenzauber“ ließ Ricarda Weiß von ihrem Samenlieferanten mischen, unter ihrer Anleitung. Auch als Mitbringsel aus Herbrechtingen kann der Blütenzauber dienen. „In den Geschenkkorb von Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seinem Besuch in Herbrechtingen kam auch eine Packung des Blütenzaubers“, berichtete Ricarda Weiß stolz.

Ein Bild, das sie selbst gemalt hat, ziert die Verpackung. Es stellt die Steinernen Jungfrauen im Eselsburger Tal dar. Dass Ricarda Weiß gerne kreativ ist, sieht man auch in ihrem Geschäft. Dort gibt es eine eigene Abteilung mit Dekoartikeln. Doch angefangen hat alles 1980 mit Samen für die Landwirtschaft. Im Alter von 19 Jahren übernahm Ricarda Weiß den Samenhandel, der ursprünglich aus Giengen stammt. „Es ist das älteste Saatgutgeschäft im Kreis, schon seit 1953 gibt es die Firma Samen-Walther“, sagt Weiß. Ihr Vater habe damals das Geschäft aus Giengen und das alte Gebäude in Herbrechtingen, das früher zur Raiffeisenbank gehörte, erworben. „Mein Vater hat es mir irgendwie zugetraut“, erklärte Weiß. „Ich bin dann einfach ins kalte Wasser gesprungen.“ Denn eigentlich hatte sie eine kaufmännische Lehre in einem Autohaus gemacht. Doch Gartenarbeit machte ihr schon immer Spaß. Selbstsicher und eigensinnig wie sie selbst sagt, sei sie schon immer gewesen. Schnell hatte sie sich alles nötige Wissen angeeignet.

„Früher haben wir sogar die Samen noch selbst zusammengemischt“, erzählte sie. Heute lässt sie das Saatgut von einer Firma mischen, setzt hierbei aber auf „kurze Wege und Regionalität.“

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Samen-Walther e.K. | Ricarda Weiß
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